Zoom

ZOOM der Alleskönner mit Sicherheitsproblemen

In meinem zweiten Teil meiner Blog Serie „Video Chats & Co“ stelle ich hier die Kommunikations Plattform ZOOM vor.
Zoom Video Communications ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San José
und bietet Fernkonferenzdienste an, welche Videokonferenzen mit bis zu 1000 Teilnehmern und 10000 Zuschauern managen.

Zoom

Eine Besonderheit sind Videokonferenzen mit Screen-Sharing. Somit können auf mehreren Bildschirmen bis zu 1000 Teilnehmern (49 pro Bildschirm) gleichzeitig dargestellt werden.
Zoom ist verfügbar für die Betriebssysteme Windows, Linux, MAC, iOS und Android.

In der Kostenlosen Version können bis zu 100 Teilnehmer gehostet werden.
Jedoch   besteht ein Zeitlimit von 40
Minuten bei Gruppenbesprechungen.
Unbegrenzte Besprechungszeit bei 2 Teilnehmern.

Die Hauptmerkmale von ZOOM

  • HD-Video mit bis 720p
  • HD-Sprache
  • Moderator Steuerung .
    Der Meeting-Moderator kann die Audio-, Video- und‘ Bildschirmübertragungsoptionen der Teilnehmer steuern.
  • Sofortige starten eines Meetings oder Erstellen eines Meeting Plans.
  • Aktive Sprecheransicht Bei einem Videomeeting erkennt Zoom dynamisch, welche Person spricht, und schaltet den Videofeed automatisch zum aktuellen Sprecher.
  • Vollbild- und Galerieansicht Zeigen sie bis zu 25 Videofeeds auf dem Bildschirm an
    Gleichzeitige Bildschirmfreigabe   Moderatoren, die den Zoom-Desktop-Client verwenden, können wählen, mehrere Teilnehmer zur gleichzeitigen Bildschirmfreigabe während eines Meetings zuzulassen.
  • Virtueller Hintergrund
  • Breakout Räume. Der Moderator kann das Meeting automatisch oder manuell in separaten Sitzungen aufteilen und jederzeit zwischen den Sitzungen wechseln.
  • Whiteboarding
  • Multishare
  • Einladung an Personen auch wenn diese kein Zoom installiert haben (Webkonferenzfunktion)
  • Chrome und Outlook Plugins
  • Planen mit Chrome-Erweiterungen
  • Lokale MP4- oder M4A-Aufzeichnung

  • Wenn sie stummgeschaltet sind, können Teilnehmer den Host darauf hinweisen, dass sie eine Frage haben

Negativ

Allerdings gerät das Unternehmen aufgrund von Datenschutz- und Sicherheitsproblemen in die Kritik.

Zoombombing

Böswillige User nutzen die unsicheren Grundeinstellungen der Software, vor allem in der kostenlosen Variante aus, und blenden sich in Videokonferenzen ein und irritieren mit ihrer Stimme oder mit sexuellen Darstellungen die Teilnehmenden.

 

Weitergabe von personenbezogenen Daten an Facebook ohne Erlaubnis

In der Zoom-iOS-App wurden auch ohne Facebookaccount oder –anmeldung, viele personenbeogene Daten an Facebook übermittelt wie z.B  Gerätemodell, Netzbetreiber , Zeitzone, Stadt. Ebenfalls wurde eine Art Werbe-ID, mit der Nutzer individuell zugeordnet werden können, an Facebook übermittelt.
Zoom hat dies nach eigenen Angaben mittlerweile ausgebessert.

Auslesen von Passwörtern

Anfang April 2020 wurde bekannt, dass Zoom unter Windows das Auslesen von Passwörtern ermöglicht.

Beworbene aber nicht vorhandene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die versprochene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von ZOOM wurde kurz nach der
Veröffentlichung als irreführendes Marketing entlarvt, denn die versprochene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist immer noch  nicht vorhanden. Es handelt sich hier um eine simple Transportverschlüsselung.  Auf den Webservern des Unternehmens sollten diese Daten teilweise sogar ungeschützt weiterverarbeitet werden

Aufgrund der Datenschutzprobleme sprachen sich Digitalpolitiker von CDU, SPD und Grünen gegen die Nutzung von Zoom aus.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA sowie das Raumfahrtunternehmen SpaceX verboten ihren Mitarbeitern den Einsatz von Zoom.
Auch Google hat aufgrund der Sicherheitsprobleme von Zoom weltweit allen Mitarbeitern die Nutzung von Zoom untersagt.